Artistic
Biography
Project RaumKlangTanz
5-Year Research Project
Dieses Stück ist vor allem dank Bob Wilsons
berühmter rationalistisch-perfektionistischen
Interpretation bekannt, die wir vor mehr als fünf
Jahren gesehen haben. Auch Eva Weißmann
ist der Perfektionismus (ein vielmehr magischer
als rationeller) nicht fremd, aber im Gegensatz
zu Bob Wilson zieht er sich nicht durch die gesamte
Vorstellung hindurch.
Nina Vangeli,
Tanecni Zona, Prag. Über die Aufführung
des
"Doctor Faustus Lights the Lights" auf
Einladung im
Archa Theatre am 29.11.2001

Artistic Biography
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Seit ihrem EISENTANZ, einem Pas de Deux zwischen
Tänzerin und einer 30 kg schweren Eisenleiter,
verzichtet Eva Weißmann vollständig
auf musikalische Untermalung. Stattdessen arbeitet
sie mit dem Element der gesprochenen Sprache:
Mit Texten nämlich der Gertrude Stein. Nicht
zuletzt deshalb zählt Eva Weißmann
in der internationalen Tanzszene zur Avantgarde.
In ihren Choreographien pendelt Eva Weißmann
zwischen minutiös ausgearbeiteten Solo- und
Ensemblestücken mit jahrelangem Reifeprozess
(PYANOPSION; DEN REST VON NACHT) und bestimmten
Formen der Improvisation. 1992/93 entwickelte
sie mit der Performance-Serie AIDS WORK IN PROGRESS
eine Methode, die sie „Das Versehen recyclen“
nennt: Kommentare des Publikums und Fehler werden
in die darauffolgende Performance eingebaut. Ein
dritter Schwerpunkt: Improvisationen zu Kunstwerken,
u.a. 1994 zur Einweihung der Skulptur INTERSECTION
von Richard Serra auf dem Basler Theaterplatz.
1998 wiederum Neuland mit dem „Partiturentheater“:
Die in einem langen Prozess am Schreibtisch komponierten
Partituren werden von der Gruppe spontan und ohne
jede Vorbereitung umgesetzt. Die TänzerInnen
erhalten erst auf der Bühne – vor versammeltem
Publikum – Zettel, auf denen steht, was
sie jeweils zu tun haben; keiner kennt seine „Noten“
im Voraus. Was daraus letztendlich entsteht, entzieht
sich der Macht der Choreografin. Die Künstler
bei Eva Weißmann kommen aus vollkommen unterschiedlichen
Sparten: Musiker, Sänger, Sprecher, Maler,
Bildhauer, Schauspieler und, natürlich, auch
Tänzer. Was sie vereint, ist ihr Wille, die
herkömmliche Spartentrennung in Frage zu
stellen. Mit diesem genre-crossing und genre-cutting
will Eva Weißmann die Denkweise und Schreibtechnik
der „ewigen Avantgardistin“ Gertrude
Stein auf der Bühne umsetzen.
Eva Weißmann’s next ideas revolve
around New Music and conflict awareness/conflict
solution.

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